Meldung:

23. Oktober 2015

Für freie Meinungsäußerung

Besonderes Engagement

Der stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende und hessische Landes- und Fraktionsvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel widmet seine Facebook-Aktion für besonderes gesellschaftliches Engagement in dieser Woche dem Verein Gefangenes Wort e.V. „Freie Meinungsäußerung ist ein Menschenrecht. Der Verein Gefangenes Wort setzt sich mit Aktionen für Meinungsfreiheit und für inhaftierte Autoren, Journalisten und Künstler ein. Dieses Engagement ist ein wichtiges Zeichen für Menschenrechte", sagte Schäfer-Gümbel am Freitag.

Jede Woche stellt Schäfer-Gümbel auf seiner Facebook-Seite ein anderes bürgerschaftliches Projekt vor und wirbt für dessen Unterstützung (www.facebook.com/thorstenschaeferguembel).

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte steht für Freiheit, Gerechtigkeit und Humanität. Sie stellt die ideelle Grundlage der Aktivitäten des Vereins Gefangenes Wort, mit denen sich die Mitglieder sich für die Durchsetzung der Menschenrechte weltweit engagieren. Einen besonderen Schwerpunkt hierbei bildet Artikel 19, welcher das Recht auf freie Meinungsäußerung umfasst: „Jeder Mensch hat das Recht auf freie Meinungsäußerung. Dieses Recht umfasst die Freiheit, Meinungen unangefochten anzuhängen und Informationen und Ideen mit allen Verständigungsmitteln ohne Rücksicht auf Grenzen zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten."

Auf erschreckende Weise wird die Meinungsfreiheit in vielen Ländern unterdrückt oder missbraucht. Die Verteidigung der freien Meinungsäußerung in Wort, Schrift und Tat, die Freiheit der Äußerung von Ideen zum friedvollen, kritischen und konstruktiven Austausch, ohne die Befürchtung, angegriffen, verfolgt oder verhaftet zu werden, bildet den Kern der Bemühungen des Vereins „Gefangenes Wort". Er hat sich zum Ziel gesetzt, durch öffentliche Kampagnen, Petitionen sowie durch kulturelle Veranstaltungen auf die bedrohliche Situation jener Menschen aufmerksam zu machen, die aufgrund ihrer literarischen, journalistischen, verlegerischen oder künstlerischen Tätigkeiten unter Repressionen leiden, zensiert, bedroht oder inhaftiert werden.

Im Zentrum der Öffentlichkeitsarbeit steht der seit 1980 am 15. November jährlich weltweit begangene so genannte Writers-In-Prison-Day. Alljährlich organisieren die nationalen PEN-Zentren (Poets, Essayists, Novelists) und zahlreiche andere Organisationen, die sich für die Bewahrung und Durchsetzung der Menschenrechte engagieren, Veranstaltungen, um die internationale Öffentlichkeit immer wieder an das Schicksal all jener zu erinnern, die in ihren Ländern mundtot zu machen versucht werden, weil sie ihre Meinung zum Ausdruck bringen. Mit der Hilfe von zahlreichen Bücherspendern organisiert „Gefangenes Wort" rund um den Writers-In-Prison-Day einen großen Bücherflohmarkt, dessen Erlös einem Schützling, dessen Familie oder einer couragierten und gemeinnützigen Organisation zugute kommt. Außerdem wird versucht, die Öffentlichkeit durch Lesungen, Konzerte und Pressearbeit auf die kritische Lage der Meinungs- und Pressefreiheit in vielen Ländern aufmerksam zu machen. Das längerfristige Ziel ist die Einrichtung des Programms „Stadt der Zuflucht" in der Universitätsstadt Gießen, das verfolgten Schriftstellerinnen und Schriftstellern für einen bestimmten Zeitraum eine Unterkunft und ein Stipendium gewährt, um ihnen die Möglichkeit zu eröffnen, unbehelligt von Repressalien ihrer Berufung in Freiheit nachzugehen.

Weitere Informationen finden Sie unter:
https://www.facebook.com/gefangeneswort
www.gefangenes-wort.de