Pressemitteilung:

09. Juni 2017

Thorsten Schäfer-Gümbel: Landesregierung lässt ländlichen Raum mit Ansage ausbluten – Neue Argumente für den Hessenplan der SPD

Ländlicher Raum/Landesentwicklung

Der Hessische Städte- und Gemeindebund (HSGB) hat den Landesentwicklungsplan der schwarz-grünen Landesregierung deutlich kritisiert. Dazu sagte der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag und der SPD in Hessen, Thorsten Schäfer-Gümbel, heute: „Der HSGB hat Recht: Die Landesregierung arbeitet aktiv an der Entleerung und Zerschlagung des ländlichen Raums. Schwarz-Grün findet den Bevölkerungsrückgang auf dem Land sogar gut, weil er positive Auswirkungen habe, beispielsweise bei der Begrenzung des Flächenverbrauchs. Diese Haltung ist an Zynismus kaum zu überbieten. Der Niedergang unserer Dörfer ist weder positiv noch wünschenswert. Mit dem Begriff „Landesentwicklungsplan“ meint die Landesregierung eher ein Programm für ungebremstes städtisches Wachstum. Den Preis für die Lebensferne von Schwarz-Grün zahlen die Menschen auf den Dörfern und in den Großstädten gleichermaßen. Den einen brechen die Versorgungsstrukturen weg, die anderen gehen in Abgasen, Lärm und unbezahlbaren Mieten unter. Niemand außerhalb der Landesregierung findet das gut.“

Schäfer-Gümbel kündigte an, die SPD werde alles daran setzen, die Entwicklungspotenziale des ländlichen Raums ausschöpfen. „Anders als Schwarz-Grün wollen wir den Menschen nicht vorschreiben, wo sie zu leben haben. Ein gutes ÖPNV-Angebot auf dem Land, genug Kitas und Schulen auch bei weniger Kindern und eine intakte, moderne Dateninfrastruktur wären Anreize, damit sich Menschen und Unternehmen im ländlichen Raum ansiedeln. Und das wird dabei helfen, dass der ländliche Raum lebenswert bleibt und die Konflikte in den Ballungsräumen nicht stetig zunehmen. Darauf werden wir mit dem Hessenplan einen Schwerpunkt setzen“, erklärte Schäfer-Gümbel.