Pressemitteilung:

12. April 2017

Thorsten Schäfer-Gümbel: Landesregierung beweist europapolitische und kulturelle Ignoranz

Eröffnung documenta14 in Athen

Die Abwesenheit von Mitgliedern der hessischen Landesregierung bei der Eröffnung der documenta14 am vergangenen Samstag in Athen hat der hessische SPD-Fraktionsvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel am Mittwoch in Wiesbaden kritisiert. Schäfer-Gümbel sagte:

„Erstmals findet die documenta in dieser Form statt. Mit dem zweiten Standort in der griechischen Hauptstadt bekommt die documenta zusätzlich zu ihrer überragenden kulturpolitischen Dimension als eine der wichtigsten Ausstellungen zeitgenössischer Kunst auch einen europäischen Rahmen und einen neuen Blickwinkel. Es zeugt von kulturpolitischer und europapolitischer Ignoranz, wenn das Land Hessen bei der Eröffnung durch die Abwesenheit des hessischen Ministerpräsidenten, des Kunstministers und der Europaministerin „glänzen“. Die Vertretung des Landes einem Staatssekretär zu überlassen ist sehr dürftig. Die Bundespolitik war mit dem Bundespräsidenten, der Kultur-Staatsministerin Monika Grütters und dem Staatsminister im Auswärtigen Amt Michael Roth vertreten. Die documenta, die seit vielen Jahrzehnten ein kulturelles Aushängeschild unseres Bundeslandes ist, hätte mehr Interesse vonseiten der Landesregierung verdient. Gerade in einer Zeit, in der Europa vielen Anfeindungen ausgesetzt ist und das deutsch-griechische Verhältnis besonderer Pflege bedarf, schmerzt das Desinteresse der Landesregierung besonders.“