Meldung:

14. Februar 2017

Zukunftsfähigkeit der Arbeitsplätze und die Arbeitnehmerrechte müssen im Mittelpunkt stehen

Opel und Peugeot

General Motors, der Mutterkonzern des Rüsselsheimer Traditionsunternehmens Opel, führt offensichtlich ernsthafte Verhandlungen mit Peugeot über eine intensive Kooperation oder sogar eine Übernahme von Opel durch den französischen Automobilkonzern. Dies melden mehrere Nachrichtenagenturen. Opel und Peugeot haben bestätigt, dass man sich in Gesprächen befinde.

Thorsten Schäfer-Gümbel sagte dazu heute Nachmittag in Wiesbaden: „Es ist ja kein Geheimnis, dass das Verständnis von General Motors für den europäischen – und insbesondere den deutschen – Automobilmarkt begrenzt ist. Insofern könnte ein Zusammenschluss von Opel mit Peugeot die Chance bieten, einen neuen Hersteller zu formen, der sich erfolgreich auf seine Stärken fokussiert. Ich erwarte aber, dass jeder potenzielle Kooperations- oder Fusionspartner von Opel verantwortungsbewusst mit den Produktionsstätten und dem Know-How des Unternehmens umgeht. Das bedeutet vor allem, dass die deutschen Standorte – insbesondere der Stammsitz in Rüsselsheim mit dem Entwicklungszentrum – erhalten bleiben. Und ich erwarte natürlich, dass die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer geachtet werden. Sollte es wirklich zu einem Zusammenschluss kommen, dann müssen die Betriebsräte und die Gewerkschaften dabei entsprechend der geltenden Mitbestimmungsregeln beteiligt sein.“